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Ruskaja

Ruskaja

Diese Russen sind gekommen um zu bleiben und haben friedlicherweise die österreichische Musikszene erobert!

Wir haben Sänger Georgij Makazaria und Drummer Titus Vadon zum Interview gebeten - und mitunter freche Antworten erhalten. Wer sich im PLAKAZIN schon einen Vorgeschmack geholt hat, bekommt hier nun die volle Dosis:

Seit wann gibt es Russkaja?

Georgij: Die Band wurde im Sommer 2004 von Georgij Makazaria gegründet. Es gab einige Umbesetzungen bis es Anfang 2005 zur professionellen Besetzung kam mit Titus Vadon, Zebo Adam und HG Gutternigg.

Wie legt ihr den Schwerpunkt zwischen den musikalischen Polen Ska und Balkan-/Ost- Sound an?

Georgij: Ska ist dieser Rhythmus, der dein Bein zum Polka tanzen zwingt!

Titus: Wir nennen den Stil, den wir spielen „Russian Style Balkan Sound“. Der Schwerpunkt liegt darauf, dass man dazu auch tanzen kann. Man soll ein Russkaja-Konzert befreit und angenehm ermüdet verlassen.

Gibt es in diesem musikalischen Genre viel heimische Konkurrenz?

Georgij: Nein, die Konkurrenz schläft! Diese Kraft hat noch niemand erreicht!

Titus: Mit dieser Art der Balkan-Musik stehen wir nicht nur in Österreich alleine da, es ist uns gelungen, eine eigene Mischung zu kreieren, die über die Grenzen Österreichs hinaus einzigartig ist.

Ihr tretet immer wieder außerhalb Österreichs auf. Wie ist die Resonanz? Gibt es Länder, in denen ihr besonders gut ankommt?

Georgij: Die Resonanz, die wir bekommen, hat mit Österreich nichts zu tun. Wir sind überall auf der Welt einsetzbar. In jedem Land, wo wir bis jetzt aufgetreten sind, ist die Band gut angekommen. Ohne Ausnahmen.

Titus: Bis jetzt war es egal, wo wir hin gefahren sind, die Augen der ZuseherInnen haben überall geglänzt. Es ist wirklich eine Freude, das erleben zu dürfen.

Ist Russkaja vor allem eine Live-Band? Oder anders gefragt: ist es schwierig, eure „Magie“ auch auf Konserve einzufangen?

Georgij: Nein, Russkaja ist nicht nur eine reine Live-Band. Das stellen unsere Produzenten Zebo Adam & Manfred Franzmeier bei unserem Debut-Album unter Beweis!

Titus: Natürlich kann man sich nicht einfach ins Studio stellen und das, was wir live machen, auf CD pressen. Aber wir haben einen Weg gefunden, wie es auch auf CD mächtig klingt und abgeht.

Ist es für eine „Konzept“- Band schwieriger, über mehrere Alben hinweg kreativ und interessant zu bleiben? Sowohl für sich selbst als auch fürs Publikum?

Georgij: Überhaupt nicht, wir sprühen vor Ideen, die sogar uns selbst manchmal überraschen. Solange es für uns interessant bleibt, werden die Leute es auch mit Interesse anhören!

Titus: Im Moment haben wir keine Probleme mit neuen Ideen, es ist eher die Frage, wann wir Zeit finden, sie umzusetzen, bei den vielen Konzerten, die wir spielen. Es kommen laufend neue Sachen hinzu.

Wie seid ihr zum Engagement beim Fernsehen gekommen?

Georgij: Über Kontakte von Titus Vadon, der erfolgreich Bereiche wie Management und Booking unter einen Hut bringt.

Titus: Ich bin von David Schalko, dem Produzenten von Willkommen Österreich angerufen worden. Sie haben im August im Zuge des Relaunch ihrer Sendung nach einer Live-Band gesucht. Ich dachte mir, dass Russkaja sehr gut zu den beiden Protagonisten und zum Humor dieses Formates passen. Ich denke, es ist eine gute Symbiose.

Ist die „Verhaberung“ in der österreichischen Musikszene schlimmer als anderswo? Wenn ja: ist das gut oder schlecht?

Georgij: Die "Verhaberung" ist auf keinen Fall was Negatives, gibt es überall und soll auch so sein. Wie bist Du zu Deinem Job gekommen?

(Betretenes Schweigen seitens des Interviewers)

Titus: Ich denke, dass es überall gleich ist. Und das auch in vielen anderen Bereichen, also nicht nur in der Musik. Es ist auch etwas Natürliches, wenn man mit jemandem arbeitet, mit dem man gut kann und wo man weiß, woran man ist.

Euer Rat an junge Musiker/Künstler?

Georgij: Fragt niemanden um einen Rat!

Titus: Es gibt kein schlechtes Publikum, und man wird nicht nicht verstanden - möglicherweise ist es nur unverständlich, was man macht.

Heuer kommen wegen der Fußball-EM viele russische Gäste nach Österreich: rechnet ihr mit zusätzlichen Engagements bei Privatparties reicher Russen?

Georgij: Nein, unsere Musik ist für die Russen weniger interessant, die wollen meistens was "Ausländisches". Aber wenn Russisch, dann soll es herzzerreißend sein.

Titus: Wir haben schon Engagements zur EM, aber wir rechnen nicht mit den russischen Privatpartys. Wir spielen lieber für das Volk.

Aktuelles der Band: neue Platte, neue DVD?

Georgij: Beides im Februar!

Titus: Unser Debut-Album mit dem Titel „Kasatchok Superstar“ erscheint Ende Februar. Es beinhaltet eine Bonus-DVD mit Interviews und Live-Cuts aus den letzten 3 Jahren. Eine schöne Zusammenfassung mit einer Länge von 60 Minuten.

Bei der großen Nachfrage nach Russen-Ska sind Russkaja als so ziemlich einzige Band, die diesen Sound hier in der Gegend produziert, natürlich schwer beschäftigt und unter anderem an folgenden Terminen live zu erleben:

15.02.2008 00:00    St.Pölten (A)
23.02.2008 21:00    Bürchen (CH)
27.02.2008 21:00    Budapest (H)
28.02.2008 20:00    Graz (A)
01.03.2008 21:00    Salzburg (A)
07.03.2008 20:00    Linz (A)
08.03.2008 20:00    Innsbruck (A)
14.03.2008 20:00    Wien (A)
15.03.2008 20:00    Wien (A)
22.03.2008 21:00    Neumarkt Kallham (A)
27.03.2008 21:00    Pfarrkirchen (D)
29.03.2008 21:00    Berlin (D)
30.03.2008 21:00    Hannover (D)
09.04.2008 21:00    Augsburg (D)
10.04.2008 21:00    Ulm (D)
11.04.2008 21:00    Stuttgart (D)
12.04.2008 21:00    Köln (D)
17.04.2008 21:00    Dresden (D)
18.04.2008 21:00    Brandenburg (D)
19.04.2008 21:00    Leipzig (D)
20.04.2008 21:00    Kassel (D)
24.04.2008 21:00    München (D)
25.04.2008 21:00    Freiburg (D)
31.05.2008 21:00    Heidenreichstein (A)
14.06.2008 16:00    Salzburg (A)

 

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