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"Begonnen hat alles aus der Liebe zur Musik, der Neugier am Neuen (...)" INTERVIEW MIT PHILIPP STRAUB

"Begonnen hat alles aus der Liebe zur Musik, der Neugier am Neuen (...)" INTERVIEW MIT PHILIPP STRAUB

PHILIPP STRAUB, auch bekannt als DJ FELIPE, umtriebiger Wiener DJ, Szene-Veteran und Betreiber der Agentur Titan International (www.titan.co.at) wird sich gemeinsam mit PETER KRUDERCRAZY SONIC und vielen mehr am Samstag, den 23. Juni auf der EUTOPIA DJ-VJ Insel am Donauinselfest die Ehre geben. Wir haben Philipp vorab getroffen und ein sehr ausführliches, aufschlussreiches und absolut lesenswertes Interview geführt.

Die Fragen stellte Thomas Grinninger.

 

Hallo Philipp, vielen Dank erstmal, dass du dir für ein Gespräch Zeit genommen hast. Ich denke fast jeder unserer Leser hat schon einmal was von dir gehört oder dich irgendwo Live gesehen, nun wollen wir Ihnen auch einen besseren Einblick geben. Du bist seit knapp 20 Jahren im Business, hast quasi die Szene in Österreich von Anfang an miterlebt und mitgestaltet. Wie kam es dazu, was waren für Dich Höhen und Tiefen?

Tatsächlich habe ich das zwanzigste Jahr in diesem sehr spezifischen Umfeld mit dem Ende dieses Jahres erreicht. Diese Erlebnisse, Höhen und Tiefen, von sicher weit mehr als 4000 Veranstaltungen auf 4 Kontinenten, wovon ich knapp die Hälfte auch selber als Dj bespielen durfte, hier in kurzer Form wider zu geben ist quasi unmöglich.

Begonnen hat alles aus der Liebe zur Musik, der Neugier am Neuen und auch der Orientierungslosigkeit wohin die Reise meines Lebens nun gehen soll. Geprägt durch die ersten synthetischen Popsongs der 80er Jahre, war ich natürlich überwältigt von den ersten Clubbings, damals von Hannes Jagerhofer im technischen Museum phänomenal in Szene gesetzt. Damals lief meistens House, bzw. was damals als House verstanden wurde, die Inszenierung war gewaltig und sogar Leute wie Prince haben nach Ihrer Show dort noch mit musiziert und gefeiert. Dies hat mich so begeistert, dass ich unbedingt aktiv in diesem Umfeld tätig werden wollte. Nach einer ganzen Weile intensivstem Party-Leben mit Fokus Österreich und Deutschland, habe meinen damaligen Job in einem Reisebüro dazu genutzt offizielle Vorverkaufsstelle von Events wie Mayday, Loveparade oder auch der Firma ID&T zu werden. Rasch buchte ich auch für einige lokale Veranstalter-Pioniere die ersten Flüge Ihrer Gast Djs, wie damals zB für das Danube Rave und recht rasch wickelte ich dann auch gesamte Bookings ab. Hieraus entstand meine Agentur zur Künstlervermittlung, Titan, welche ich bis heute betreibe.

Nebenher versuchte ich mich auch sehr früh als Manager und Partner des Acts „The Space Navigator“, welches eines der ersten elektronischen Projekte aus Österreich mit eigenen Produktionen war und rasch hatten wir auch hierfür einen Major-Vertrag aus Deutschland und Marc Spoon des Duo’s Jam & Spoon war unser A&R. Da Oliver Riepl, der Mann hinter dem Projekt, dieses ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter führen wollte, wollte ich es selber wissen und habe auf meine Passion aufzulegen fokussiert und diese Karriere voran getrieben. Eine Menge Veröffentlichungen auf internationalen Labels und für Leute wie Carl Cox, Chris Liebing und viele Andere folgten und ich spielte bis zu 120 Gigs pro Jahr. In diesem Lebensabschnitt gab es natürlich alle möglichen Höhen und Tiefen, berauschende und niederschmetternde Erlebnisse als auch sehr sehr viel zu Lernen. Nun am jetzigen Punkt angekommen, habe ich beschlossen mit dem 20.ten Jahr meine reguläre Tätigkeit als Dj auf unbestimmte Zeit zu pausieren um der Nachfrage an unsere Agentur Titan gerecht werden zu können und auch um die Balance zu meinem Privatleben und Eheleben halten zu können.


Zum Thema Vergangenheit fällt mir da auch zB Kruder & Dorfmeister, Christopher Just oder Clemens Neufeld ein, alles Ikonen der 90er Jahre. Damals waren wir Österreicher dick im internationalen Business. Woran hapert es da momentan? Denn so richtig den Sprung raus schafft eigentlich momentan keiner?

Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist Österreich auf Grund der geringen Größe nicht wirklich wichtig für viele Bereiche wie z.B. Plattenverkäufe oder auch Publikumsbildung. Wir sind ein Binnenmarkt und dafür haben wir eigentlich ein äußerst umfangreiches und attraktives Angebot, welches den weltweiten Vergleich nicht scheuen muss. Hierdurch fehlt den Künstlern einfach ein Hebel, welcher in größeren Ländern genutzt werden kann, indem man sich lokal eine große Schar an Fans erspielt, welche auch für internationale Events von Bedeutung sind und wodurch man eben auch internationale Bookings angeboten bekommt.

Prinzipiell scheinen österreichische Djs leider auch generell sehr leicht zufrieden zu sein und sobald diese für 150,-- EU irgendwo auflegen dürfen ist alles erreicht. Bereits in den 90ern war so, dass es für einen Dj in Österreich das Größte war eine Favourite Tools CD gemixt zu haben plus einem dazu gehörigen Gig am Gasometer zu spielen. Damit war der Zenit erreicht und kaum jemand hat noch nach anderen Herausforderungen gestrebt, denn dies reichte für einen relativ vollen Booking Kalender und man war irgendwie ein lokaler Held. Warum dann noch mühsam eigene Nummern im Studio machen, dachten sich die meisten.

Zum Anderen werden heimische Talente kaum von Veranstaltern gefördert, wie dies international üblich und auch notwendig ist. Mehr als 10 Jahre wurden hier Djs nur gebucht weil sie mit irgendjemandem befreundet waren, weil sie einen Newsletter an Ihre angeblichen 4000 Mail Freunde senden konnten, weil sie Plakate aufgehängt haben, in einer Vorverkaufsstelle tätig waren, oder weil Ihre Freunde viel Geld an der Bar gelassen haben. Dadurch wurden viele Leute gefördert die schlichtweg nicht das Zeug dazu haben sich international zu bewähren und vielen Leuten mit echtem Talent wurde nie eine Plattform geboten. Leider ist dies bei einigen Veranstaltern bis heute noch immer so, aber glücklicher Weise sieht die neu nachgekommene Veranstalter-Generation dies anders und arbeitet hier meist so wie es sein soll. Es geht hier auch um Motivation und Leistungsorientierung! Gute Leistung gehört belohnt und dies motiviert.



Wie sehr hat sich das Business überhaupt im Laufe der Jahre verändert. Oft wird ja gesagt früher war alles besser. Wie stehst du dazu?

Es hat sich total geändert bzw. mehr Ändern hätte es sich nicht können. Wenn man es genau nimmt, hat dieses Business genau gar nichts mehr mit dem Business zu tun, mit welchem wir damals begonnen hatten. Worte wie „Spirit“ sind nicht mehr nur unangebracht, sondern eigentlich auch kaum mehr bekannt. Viele Protagonisten haben sich um 180 Grad gedreht und gelinde gesagt Selbstverrat an Ihren so viele Jahre glaubhaft kommunizierten Idealen begangen. Einzig die elektronische Musik ist als gemeinsamer Nenner geblieben. Das Business ändert sich stetig, aktuell auch sehr beeinflusst durch den Goldrausch ähnlichen Zustand in den USA auf dem man mit einem kleinen Markt wie Österreich keinen Einfluss nehmen kann. Und wenn man sich dem nicht anpassen kann ist man umgehend raus aus dem Geschäft.

Ein verschwindend geringer Anteil an Szenebetreibern hat noch den richtigen Zugang zur Materie und es geht eigentlich fast ausschließlich nur noch um Profit, Rendite oder / und egoistische Vorteile. Klingt vielleicht hart und trocken, aber so ist es aus meiner Sicht. Dennoch finde ich nicht dass es früher besser war. Es war nur anders – und zwar total anders. Ich bin sehr anpassungsfähig und finde halt heutzutage meine Motivation durch andere Dinge, wie eben z.B. die enorm gewachsene Möglichkeit Leute zu erreichen und Branchenübergreifend zu arbeiten, bedingt durch die Verschmelzung der EDM (Electronic Dance Music) mit anderen Genres. Außerdem altert die Szene auch mit uns mit und somit ändern sich die Prioritäten vieler Leute im Zuge der Zeit. Werte verändern sich und ich finde dies generell auch gar nicht schlecht. 


Lass uns ein wenig über das  Clubgeschehen in Wien plaudern.Warum feiern die Leute gerne in  Clubs? Was macht denn Club besser als zB frühere Veranstaltungen wie Fever, Subway und Co? Alles spricht auch immer vom pulsierenden Berlin, mit ständig neuen Clubs, man hat das Gefühl, dass neue Clubs hierzulande es schwerer haben, was ist Deine Meinung dazu?

Zum einen wurden hier sogenannte Großevents leider nicht dem Wandel der Zeit gerecht und haben ab einem gewissen Punkt keine Markenpflege mehr betrieben, indem sie sich auf Ihr Produkt konzentrieren, sondern nur versucht wurde mit dem geringstmöglichen Aufwand das meiste zu ergattern. Dies ist prinzipiell in der Natur des Geschäftstreibenden, jedoch wird vergessen, dass sich langfristig nur Qualität durchsetzt! Ich finde zum Beispiel die Timewarp ein super Beispiel. Eigentlich total linear programmiert, aber authentisch und immer am Puls der Zeit bzw. am Novum der Möglichkeiten produziert. Und der Erfolg gibt Ihnen recht. Es gibt keinerlei Vergleichsmöglichkeiten zu Events in Österreich, da die Plattform an Einzelveranstaltungen leider vom Niveau her vor 10 Jahren stehen geblieben ist. Sowohl vom Image, vom Marketing, von der Musik als auch von der Umsetzung. Daher bedient man hier auch meist nur die Masse, Unwissende und die wirklichen Fans und Musikliebhaber fühlen sich dort nicht wohl. Wie auch?

Dies führte natürlich auch unter Anderem zum gegenwärtigen Hype an Clubs. Clubs sind enorm wichtig, da sie Intimität im Erleben mit Musik bieten, man hier durch die kontinuierliche Programmierung Acts aufbauen und das Publikum prägen kann. Einen Spannungsbogen wie in einem Club wirst Du nie auf einem Großevent erleben können. Im Moment gibt es fast zu viel Clubs in Wien im Bezug auf das potentielle Publikum und zu viele pusten auch ins gleiche Horn und versuchen das Selbe Image zu bedienen. Ideal wäre halt wenn es nicht nur eine gesunde Anzahl an Clubs für unterschiedliche Sub-Genres gäbe, sondern auch zeitgemäße Großevents, da man nur durch diese beiden Nischen das Publikum ideal bedienen kann.

Berlin mit Wien zu vergleichen kann nicht funktionieren, da hier vollkommen andere Grundvoraussetzungen herrschen. Sowohl hinsichtlich der (Szene)Geschichte, als auch der gegenwärtigen Stadtentwicklung, der Population, der Besteuerung, etc… Ich finde gerade wegen der eigentlich großen Unterschiede macht sich Wien extrem gut und ich glaube auch nicht dass es hier schwerer ist als dort.

 

Du bist ja auch durch deiner Agentur „Titan International“ (www.titan.co.at) sehr viel unterwegs und auch die elektronische Szene in Österreich ist ständig am wachsen durch Erscheinungen wie "Paul Kalkbrenner" und Co. Spürt man auch die Konkurenz stärker werden oder gibt es gar Machtkämpfe hinter den Kulissen?

Dieser Job ist ein täglicher Kampf, aber kein destruktiver. Es ist halt so dass man ab einem gewissen Level um jeden Millimeter kämpfen muss. Ähnlich wie auch in anderen Jobsm sicher auch wenn man Erfolgreich sein will. Wenn man eine Sache auslässt, schließt sich die entstandene Lücke von selbst und jemand anderer versucht sich dessen zu bedienen. Dies motiviert natürlich auch täglich zu Höchstleistungen und dieser produktive Konkurrenzkampf führt auch dazu dass jedes Jahr seit 20 Jahren besser war als dies davor. Irgendwann wird man aber wohl zu alt für das tägliche Hick-Hack und daher habe ich auch ein sehr gutes Team an jüngeren Mitarbeitern und ausreichend starke permanenten Geschäftspartner. Man darf halt nicht vergessen, dass ich bedingt durch meine lange Historie in diesem Umfeld auf ein Netzwerk zurückgreifen kann, welches 20 Jahre gewachsen ist und die meisten Leute welche heute diese Szene hinter den Vorhängen gestalten, Leute sind mit welchen ich in den 90ern gemeinsam gefeiert habe. Sowas verbindet;)


Du hast ja eine relativ große Plattensammlung. Findest du es nicht irgendwie schade, dass Vinyl mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit verschwindet? Oder bekommst du noch viele Vinyls bemustert oder kaufst welche? Findest du, dass das digitale Djing den Markt für viele "Möchtegerns" öffnet?

Pro- und Kontra und in diesem Bezug der Lauf der Dinge. Meine Plattensammlung umfasst knapp 26.000 Platten aus den Jahren 1993 bis grob 2000, perfekt alphabetisch sortiert und in meinem Musikzimmer verstaut. Jedoch habe ich sicher seit Jahren keine Platte mehr bekommen. Ich bin im Jahr 2000 von Richie Hawtin gefragt worden ob ich nicht ein neues System testen möchte und wurde dadurch Beta-Tester des zukünftigen Final-Scratch und jetzigen Traktors. Nach 7 Jahren Vinyl bin ich also im Jahr 2000 zum digitalen Dj geworden, habe dann einige Jahre mit codierten Vinyl Platten digitale Files gesteuert und ca. 2005 oder 2006 bin ich total auf digital umgestiegen und habe nur noch mit Controllern gespielt, bedingt durch eine Kooperation mit Allen & Heath. Vor ca. 3 Jahren wurde mir dies aber langweilig und ich fand es Spannend dass ich mit CDs ein Set nicht ganz so darbieten kann wie ich dies gerne wollte, also habe ich durch meinen spielerischen Zugang Gefallen an CD Sets gefunden und dies eine Weile für mich selbst coram publico perfektioniert. Mit dem CDJ-2000 von Pioneer wurde dann alles leichter und derzeit finde ich es ideal wenn ich mit 3 oder 4 Playern von USB spiele. Die manuelle Synchronisation ist mir irgendwie wieder wichtig geworden – auch wenn man mit den CDJ’s eigentlich blind auflegen kann wenn man ehrlich ist.

Das neue Traktor mit den vielen Loop Decks finde ich auch fantastisch, aber ich bin es einfach leid geworden viel Equipment mitzuschleppen und auch das starren in den Laptop ist wirklich langweilig da es nichts schöneres gibt für einen Dj als tanzende Leute zu sehen. Da will man doch nicht ständig in seinen Laptop versunken sein. Auch finde ich wirkt dies oft für das Publikum sehr komisch und demotivierend. Für mich gibt es hier nicht richtig oder falsch, oder gut und schlecht. Ich finde es geht darum wie jeder einzelne Künstler seine Vorstellung von Musik ideal zum Ausdruck bringen kann. Somit wird das Equipment zum Instrument und die Musik zur Message oder Materie.

Ich trauere Vinyl gar nicht nach! Dies war eine schöne Zeit – keine Frage, aber ich orientiere mich an der Zukunft und halte nicht künstlich an Vergangenem fest. Entwicklung ist mir wichtig. Auch finde ich es schade, wenn Acts nicht merken dass Ihre analogen Schallplatten oft auf großen digitalen Soundsystemen total flach rüber kommen, wie z.B. von einem namhaften Dj am Ultra in Miami erlebt. Vieles an aktueller Technik ist einfach nicht mehr darauf ausgelegt. Auch finde ich peinlich wie manche junge Djs fast schon militant an Vinyl festhalten, welche zu jung sind um die damalige Vinyl Hochkonjunktur überhaupt miterlebt zu haben. Hier vermisse ich jegliche Toleranz, welche eigentlich eine ursprüngliche Basis dieses Movements war und sein sollte. Vinyl limitiert auch meiner Meinung nach unheimlich da es viele Stücke gar nicht auf diesem Medium mehr gibt. Aber letztendlich muss jeder seine Wahl selber treffen und ich urteile wie gesagt nicht daran, sondern nur Anhand des Ergebnisses.

Die elektronische Musik entwickelt sich ständig weiter, was denkst du wo die Reise in naher Zukunft hingehen wird?

Wirklich keine Ahnung! Wenn ich dies wüsste würde dies einem Lotto 6er gleich kommen;) Generell verhält sich alles in wiederholenden Kreisläufen. Der jetzigen Hochphase weltweit muss wieder eine Rezession folgen, welche bestimmt ausgelöst wird da im Moment viele Investmentfirmen in diese Branche investieren. Zu viel Geld wird genau dort hin führen wo Deutschland vor 10 Jahren schon war als die Loveparade Ihren Höhepunkt hatte. Kommerzialisierung wird übertrieben und die Masse verliert Ihr Vertrauen und das Interesse. Musikgeschichtlich gesehen entstehen grob alle 30 Jahre ein neuer globaler Trend. Demnach hat die EDM noch ein gutes Jahrzehnt vor sich bevor was Neues dem Alten langsam den Rang abläuft. Vielleicht kommt es so – vielleicht auch nicht. In jedem Fall hoffe ich dass die kommende Jahre gute Jahre werden!

 

Stichwort Newcomer DJs! Was sind absolute Do’s, was sind absolute Dont’s? Wo soll man beginnen? Welche Clubs? Wie sticht man aus der Masse heraus? Welche Ratschläge kannst du den jungen Wilden geben?

Schwer dies zu sagen, da ich nicht belehrend klingen will. Die Situation hat sich grundlegend geändert zu meinen Anfängen. Können ist mal die Basis, genauso wie Talent. Ich finde es auch wichtig dass Djs Musik produzieren und zwar von Anfang an. Dadurch hat man einen ganz anderen Zugang und auch andere Perspektiven bzw. größere Möglichkeiten. Geduld ist auch eine wichtige Tugend, sowie auch einen eigenen Stil haben. Es bringt gar nichts immer wie die Fahne im Wind zu sein und aktuell alles von Crosstown Rebel zu spielen, weil dies im Moment hot ist, aber noch vor 2 Jahren am Minimal Trend dahin geschwommen zu sein und in 2 Jahren wieder etwas Anderem nachzuleben. Es geht um das Vorleben, da man als Dj Opinion-Leader sein soll. Wichtig ist auch Teamfähigkeit! Wenn man anderen Djs zuspielt und nicht die Highlights alle für sich einheimst, wird sich dies in der Synergie langfristig lohnen. Welche Clubs? Die welche einen buchen wollen auf Grund des Talents und der Musik, nicht aber wegen anderer Gründe. Wie man heraus sticht? Durch Charisma! Hat man dies nicht dann nur durch ständige und kontinuierliche Leistung.

Jedoch am Wichtigsten derzeit ist sicherlich das Marketing. Wenn die oben angedeuteten Basics erfüllt sind geht es darum sich idealer Marketing-Mechanismen zu bedienen. Dies ist eine ganz eigene Kunst. Aber diese ist oft wichtiger als alles andere. Deswegen gibt es auch international viele Superstars die Millionen verdienen, aber eigentlich gelinge gesagt kaum Talent haben und umgekehrt viele Talente die ohne Marketing nie einen Durchbruch erfahren werden. Irgendwie schade, aber so ist dies nun mal aktuell.

 

Du hast ja schon desöfteren auf der Donauinsel gespielt, das Konzept der Eutopia DJ/VJ Insel ist jedoch mit Sicherheit ein anderes als auf den Bühnen die man sonst so kennt. Was hast du für Erwartungen?

Ich habe nur einmal im Rahmen des DIF die MTV Bühne bespielt. Dies war ok, aber auch nicht das Gelbe vom Ei;) Von Eurem Konzept habe ich nur Gutes gehört und Eure Öffentlichkeitsarbeit ist herausragend. Ich war auch sehr positiv überrascht über den äußerst netten und zugleich professionellen Zugang bzw. eben solche Behandlung. Von daher denke ich dies sind optimale Voraussetzungen und ich freue mich sehr auf dieses Gig.

 

Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast! Wir freuen uns, am 23. Juni mit Dir die Insel zu rocken!

Immer gerne!

www.philippstraub.com

 

PHILIPP STRAUB LIVE AUF DER EUTOPIA DJ-VJ INSEL - am 23.06.2012, 18:30 - 20:00


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